Kurze Antwort
Er enthält Zeichen, keine Lektionen in Naturwissenschaft. Der Koran ist kein Lehrbuch der Naturwissenschaft, und kein einzelner Vers beweist für sich allein, dass er von Gott (﷾) kam. Aber er wurde dem Propheten Muhammad (ﷺ) offenbart, einem Mann, der nicht lesen konnte, in einer Wüstenstadt ohne Schule. Er spricht über die Entstehung eines Kindes, die Berge, die Himmel, das Meer und das Gewitter. Über die Gebärmutter und das Gewitter hatten die Gelehrten jener Zeit feste Überzeugungen, die falsch waren. Niemand konnte unter das Meer oder in die Berge sehen. Der Koran wiederholt keinen dieser Irrtümer. Er sagt schlichte Dinge, die wahr bleiben: Der Embryo hängt sich an, und Berge sind wie Pfähle. Das einmal zu tun, könnte Glück sein. Es bei fünf Themen zugleich zu tun, umgeben von Irrtümern, ist ein Zeichen.
Ausführliche Erklärung
Die Frage, auf die es ankommt
Eine schwache Form dieses Arguments sagt, niemand hätte diese Dinge wissen können. Das ist hier nicht die Behauptung. Aristoteles (ein griechischer Philosoph) schrieb über Embryonen. Ein Seemann weiß, dass die Tiefsee dunkel ist. Ein Hirte hat gesehen, wie sich Wolken auftürmen. Die eigentliche Frage ist, ob dieser Mann sie hätte wissen können. Er war der Prophet (ﷺ), ein Kaufmann aus Mekka, der nicht lesen konnte, zu einer Zeit, als die griechische Gelehrsamkeit noch nicht auf Arabisch vorlag. Und hätte er sie alle zugleich wissen können, ohne die Irrtümer zu übernehmen, die auf dieser Seite genannt werden?
“Und du hast vordem kein Buch verlesen und es auch nicht mit deiner rechten Hand niedergeschrieben. Sonst würden wahrlich diejenigen zweifeln, die (es) für falsch erklären.”
Die Standardgeschichte der griechisch-arabischen Übersetzungsbewegung. Sie zeigt, dass die Übersetzung griechischer Wissenschaft und Philosophie ins Arabische ein abbasidisches Vorhaben mit Zentrum in Bagdad war, das von der zweiten Hälfte des achten bis ins zehnte Jahrhundert lief, wobei griechische Werke in der Region zuvor vor allem auf Syrisch zugänglich waren.
Die frühen Gelehrten und die modernen Lesarten
Die frühen Ausleger hatten weder Teleskop noch Mikroskop, und sie lasen diese Verse so, wie ihre Zeit es sehen konnte. Ibn Kathir las die Berge als Pfähle, die die Erde festhalten, und die Schranke zwischen den Meeren als einen Streifen Land. Er las alaqah als einen Blutklumpen. Ihre Lesarten gelten weiterhin. Auffällig ist, dass dieselben arabischen Wörter auch zu dem passen, was Jahrhunderte später gefunden wurde, und dass der Koran keinen der Irrtümer seiner Zeit übernahm. Jede Seite stellt die frühe Lesart neben die moderne.
Erklärt „die Berge zu Pfählen“: Gott machte sie zu Pfählen für die Erde, um sie an ihrem Platz zu halten und sie stabil und fest zu machen, damit sie bewohnbar ist und nicht mit denen bebt, die auf ihr sind.
Erklärt die beiden Meere als die beiden Arten von Wasser, das süße Wasser der Flüsse, Quellen und Brunnen und das salzige Wasser der Meere; zu 55:20 sagt er, Gott habe eine Schranke aus Land zwischen sie gesetzt, sodass keines das andere überflutet und die Eigenschaften verdirbt, mit denen es geschaffen wurde. Ibn Zaid: Er hält sie durch die Schranke, die Er zwischen sie gesetzt hat, davon ab, sich zu treffen.
Erklärt alaqa als den Tropfen, der zu einem roten Klumpen geworden ist, wie ein länglicher Klumpen; Ikrima sagte: Das ist Blut. Die mudgha ist wie ein Stück Fleisch ohne Form und Gestalt; dann gab Gott ihm Gestalt, mit Kopf, Armen und Beinen, seinen Knochen, Nerven und Adern; „dann bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch“ bedeutet, Er gab ihm etwas, um es zu bedecken und zu stärken; dann blies Er ihm die Seele ein.
Erklärt das sanfte Treiben der Wolken, während sie noch schwach sind, ihr Zusammenfügen, nachdem sie zerstreut waren, und ihr Aufhäufen übereinander, wobei der Regen aus den Lücken zwischen ihnen kommt (Ibn Abbas, ad-Dahhak). Zu „(Wolken)berge … mit Hagel darin“ berichtet er von denen, die sagen, es gebe Berge aus Hagel am Himmel, aus denen Gott Hagel herabsendet, und von denen, die „Berge“ als Bild für Wolken nehmen; und Allah weiß es am besten.
Die Erschaffung des Menschen
Der Koran beschreibt einen gemischten Tropfen von beiden Eltern. Dann kommt eine alaqah (etwas, das sich anhängt), dann eine mudghah (ein Klumpen, der wie gekaut aussieht), dann Knochen, mit Fleisch bekleidet, in dreifacher Finsternis. Das Wort alaqah wird für einen Blutegel und für einen Klumpen gebraucht. Yusuf Ali, die englische Übersetzung, die auf der englischen Seite gezeigt wird, gibt es mit clot (Klumpen) wieder; die deutsche Übersetzung von Bubenheim und Elyas sagt „Anhängsel“. Diese Seite stützt sich auf die erste Bedeutung, sich anhängen. Mit drei Wochen ist der Embryo ein Pünktchen, das an der Wand der Gebärmutter hängt. Galen, ein griechischer Arzt des zweiten Jahrhunderts, und andere griechische Ärzte kannten Stadien. Aber sie lehrten auch eine zweihörnige Gebärmutter, Jungen auf der rechten Seite und ein Kind, das sich von Menstruationsblut ernährt. Der Koran wiederholt nichts davon. Der vollständige Bericht steht auf der Seite über die Embryologie.
“Wir schufen den Menschen ja aus einem Auszug aus Lehm. Hierauf machten Wir ihn zu einem Samentropfen in einem festen Aufenthaltsort. Hierauf schufen Wir den Samentropfen zu einem Anhängsel, dann schufen Wir das Anhängsel zu einem kleinen Klumpen, dann schufen Wir den kleinen Klumpen zu Knochen, dann bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch. Hierauf ließen Wir ihn als eine weitere Schöpfung entstehen. Segensreich ist Allah, der beste Schöpfer.”
“Wir haben den Menschen ja aus einem Samentropfen, einem Gemisch erschaffen, (um) ihn zu prüfen. Und so haben Wir ihn mit Gehör und Augenlicht versehen.”
“Er schuf euch aus einem einzigen Wesen, hierauf machte Er aus ihm seine Gattin. Und Er hat für euch an Vieh acht (Tiere) in Paaren herabgesandt. Er erschafft euch in den Leibern eurer Mütter, eine Schöpfung nach der anderen in dreifacher Finsternis. Dies ist doch Allah, euer Herr. Ihm gehört die Herrschaft. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie laßt ihr euch also abwenden?”
Galens kurze Anatomie der Gebärmutter, großenteils aus der Sektion von Tieren gewonnen, die die menschliche Gebärmutter als zweihörnig beschreibt.
Eine Geschichte der Embryologie von der Antike bis zum achtzehnten Jahrhundert. Sie legt die griechische und galenische Lehre dar, dass der Embryo aus dem Menstruationsblut der Mutter gebildet und davon ernährt wird, und die antike Ansicht, dass sich Jungen auf der rechten und Mädchen auf der linken Seite der Gebärmutter entwickeln.
Die Berge
Der Koran nennt die Berge Pfähle, und ein Pfahl steckt größtenteils im Boden. In den 1850er Jahren stellte die Landesvermessung Indiens fest, dass der Himalaya Lote (an Schnüren hängende Gewichte) weniger anzog, als seine Größe erforderte. Geologen schlossen daraus, dass Gebirge tiefe Wurzeln aus leichterer Kruste haben, die in das Gestein darunter hinabreichen. Niemand im siebten Jahrhundert hatte irgendeine Möglichkeit zu messen, wie weit ein Berg hinabreicht.
“Haben Wir nicht die Erde zu einer Lagerstatt gemacht und die Berge zu Pfählen?”
Erklärt die geringe Anziehungskraft des Himalaya mit dem Vorschlag, dass ein Gebirge von einer Wurzel aus leichterer Kruste getragen wird, die in das dichtere Gestein darunter hinabreicht, so wie ein schwimmender Block tief im Wasser liegt. Dies wurde zur Standarderklärung der Gebirgswurzeln.
Die Himmel
Der Koran sagt, die Himmel und die Erde seien einst verbunden gewesen und dann getrennt worden. Er sagt, der Himmel sei einst dukhan (Rauch) gewesen. Er sagt, Gott (﷾) mache den Himmel weit (musi'un), was viele moderne Leser als sich ausdehnend verstehen. Er sagt, Gott (﷾) habe die Himmel „ohne Stützen, die ihr sehen könnt“, emporgehoben, eine Wendung, die auch gelesen wird als: ohne Stützen, wie ihr seht. Er lässt die Nacht den Tag umschlingen, mit dem Verb, das für das Wickeln eines Turbans gebraucht wird. Er gibt der Sonne und dem Mond jeweils eine Umlaufbahn. Diese Verse lehren nicht den Urknall. Sie stimmen mit dem überein, was die Astronomie später fand. Und sie stellen die Erde nie auf Säulen, obwohl die Bibel selbst von den Säulen der Erde spricht.
“Sehen denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht, daß die Himmel und die Erde eine zusammenhängende Masse waren? Da haben Wir sie getrennt und aus dem Wasser alles Lebendige gemacht. Wollen sie denn nicht glauben?”
“Hierauf wandte Er sich dem Himmel zu, während er noch aus Rauch bestand, und sagte dann zu ihm und zur Erde: Kommt beide her, freiwillig oder widerwillig. Sie sagten: Wir kommen in Gehorsam.”
“Und den Himmel haben Wir mit Kraft aufgebaut, und Wir weiten (ihn) wahrlich (noch) aus.”
“Allah ist es, Der die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könnt, emporgehoben und Sich hierauf über den Thron erhoben hat. Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht - jedes läuft auf eine festgesetzte Frist zu. Er regelt die Angelegenheit, er legt die Zeichen ausführlich dar, auf daß ihr von der Begegnung mit eurem Herrn überzeugt seiet.”
“Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Er läßt die Nacht den Tag umschlingen, und Er läßt den Tag die Nacht umschlingen. Und Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht - ein jedes läuft auf eine festgesetzte Frist zu. Sicherlich, Er ist der Allmächtige und Allvergebende.”
“Und Er ist es, Der die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond erschaffen hat; alles läuft in einer (jeweils eigenen) Umlaufbahn.”
“Weder ziemt es der Sonne, den Mond einzuholen, noch wird die Nacht dem Tag zuvorkommen; alle laufen in einer (jeweils eigenen) Umlaufbahn.”
“denn der Welt Säulen sind des Herrn, und er hat den Erdboden darauf gesetzt.”
“Er bewegt die Erde aus ihrem Ort, dass ihre Pfeiler zittern.”
Das Meer
Der Koran schildert Finsternis im tiefen Ozean, Schicht auf Schicht, mit Wogen über Wogen. Licht schwindet mit der Tiefe schnell, und unter etwa 200 Metern gibt es fast keines. Er spricht von süßem und salzigem Wasser, die durch eine Schranke getrennt bleiben. Das Süßwasser eines Flusses liegt über dem Meer und bleibt lange getrennt. Er spricht auch von zwei Meeren, die aufeinandertreffen, mit einer Schranke, die keines überschreitet. An der Straße von Gibraltar strömt das salzige Mittelmeer unter dem Atlantik hinaus. Es vermischt sich zuerst stark, bleibt aber salziger als das Wasser um es herum. Es breitet sich als eigene Wassermasse weit in den Atlantik aus, sodass jedes seine eigene Beschaffenheit behält. Vom Propheten (ﷺ) ist nicht überliefert, dass er je zur See fuhr, und niemand konnte zu seiner Zeit unter der Oberfläche messen.
“Oder (sie sind) wie Finsternisse in einem abgrundtiefen Meer, das von Wogen überdeckt ist, über denen (nochmals) Wogen sind, über denen (wiederum) Wolken sind: Finsternisse, eine über der anderen. Wenn er seine Hand ausstreckt, kann er sie kaum sehen. Und wem Allah kein Licht schafft, für den gibt es kein Licht.”
Erklärt, dass das Sonnenlicht mit der Tiefe schnell schwindet: Es lässt sich bis in 1.000 Meter Tiefe nachweisen, aber unter 200 Metern gibt es selten nennenswertes Licht, und darunter wird der Ozean immer dunkler.
“Und Er ist es, Der den beiden Meeren freien Lauf läßt: Das eine ist süß und erfrischend, das andere salzig und (auf der Zunge) brennend. Und Er hat zwischen ihnen beiden ein trennendes Hindernis und eine verwehrte Absperrung errichtet.”
“Er hat den beiden Meeren freien Lauf gelassen; sie treffen aufeinander, zwischen ihnen ist (aber) ein trennendes Hindernis, (das)s sie (ihre Grenzen) nicht überschreiten.”
Misst das salzige, dichte Wasser, das durch die Straße von Gibraltar aus dem Mittelmeer strömt. Es vermischt sich stark mit atlantischem Wasser, während es zuerst den Hang westlich der Meerenge hinabläuft, fließt dann weiter nach Westen und lagert sich im Atlantik ein, wo es eine wichtige, eigenständige Wassermasse bleibt.
Das Gewitter und die schweren Wolken
In einem Vers beschreibt der Koran Wolken, die sanft getrieben, zusammengefügt und aufgehäuft werden, mit Hagel und einem Blitz, der beinahe blendet. Aristoteles, dessen Lehre jahrhundertelang gelehrt wurde, sagte, Donner und Blitz seien ein trockener Dampf, der auf die Wolken schlägt und Feuer fängt. Der Koran sagt nichts dergleichen. Er nennt die Wolken auch schwer von Regen. Jeder sieht, dass Regenwolken voll sind, aber wenige würden das Gewicht erraten. Eine gewöhnliche Kumuluswolke (eine aufgetürmte, bauschige Wolke) enthält rund 500 Tonnen Wasser.
“Siehst du nicht, daß Allah die Wolken sanft bewegt, sie hierauf zusammenfügt und hierauf zu einem Haufen macht? Dann siehst du den (Platz)regen dazwischen herauskommen. Und Er sendet vom Himmel (Wolken)berge herab, mit Hagel darin, dann trifft Er damit, wen Er will, und wendet ihn ab, von wem Er will. Das Aufleuchten Seines Blitzes nimmt beinahe das Augenlicht.”
Aristoteles lehrt, dass die Sonne zwei Ausdünstungen aus der Erde zieht: eine feuchte, den Dampf, und eine trockene, rauchartige (Buch I, Kap. 4). In Buch II, Kap. 9 erklärt er den Donner als die trockene Ausdünstung, die in einer Wolke gefangen ist und herausgepresst wird und auf die umgebenden Wolken schlägt, und den Blitz als dieselbe ausgestoßene Ausdünstung, die mit einem feinen, schwachen Feuer brennt.
“Er ist es, Der euch den Blitz (als Grund) zur Angst und zum Begehren sehen und die schweren Wolken entstehen läßt.”
Berechnet das Gewicht des Wassers in einer gewöhnlichen Kumuluswolke aus ihrer Größe und der Wassermenge je Kubikmeter und kommt auf rund 500 Tonnen (etwa 1,1 Millionen Pfund). Es erklärt, dass die Wolke dennoch schwebt, weil ihr Wasser als winzige Tröpfchen in etwa einem Kubikkilometer Luft verteilt ist, was die Wolke weniger dicht macht als die trockenere Luft unter ihr.
| Thema | Was der Koran sagt | Was seine Zeit glaubte oder wissen konnte |
|---|---|---|
| Die Entstehung eines Kindes | Ein vermischter Tropfen von beiden Eltern, dann etwas, das sich anheftet (alaqa), dann ein Klumpen, dann Knochen, mit Fleisch bekleidet. | Galen und die griechischen Ärzte lehrten eine zweihörnige Gebärmutter und ein Kind, das sich von Menstruationsblut ernährt. |
| Die Berge | Berge sind wie Pflöcke, und ein Pflock steckt größtenteils unter der Erde. | Niemand im 7. Jahrhundert konnte in einen Berg hineinsehen. |
| Die Himmel | Die Himmel und die Erde waren einst verbunden, dann getrennt. Er stellt die Erde nie auf Säulen. | Die Bibel selbst spricht von den Säulen der Erde. |
| Das Meer | Finsternis im tiefen Ozean, Schicht über Schicht, mit Wogen, über denen Wogen sind. | Niemand konnte unter die Oberfläche sehen oder sie messen, und vom Propheten (ﷺ) ist nicht überliefert, dass er je zur See fuhr. |
| Das Gewitter | Wolken, getrieben, vereint und aufgetürmt, mit Hagel und Blitz. Wolken sind schwer. | Aristoteles, über Jahrhunderte gelehrt, sagte, der Blitz sei ein trockener Dunst, der auf die Wolken trifft und Feuer fängt. |
Der Koran wiederholt keinen der hier gezeigten Irrtümer seiner Zeit. Ein Thema richtig zu treffen, könnte Glück sein. Fünf auf einmal richtig zu treffen, umgeben von den Irrtümern der Welt, ist ein Zeichen.
Die Bibel als Vergleichsfall
Die Bibel ist eine Schrift aus derselben Gegend, und Kritiker sagen, sie sei die Quelle des Propheten (ﷺ) gewesen. Sie entging den Irrtümern ihrer Zeit nicht. Sie stellt die Erde auf Säulen. Sie sagt, Gott (﷾) bewege die Erde aus ihrem Ort, dass ihre Pfeiler zittern. Christen antworten, das seien Gedichte. Auch der Koran spricht in Bildern, also ist die Probe für beide dieselbe: Passt das Bild zur Welt? Pfähle passen zu dem, was unter Bergen liegt; Säulen unter der Erde nicht. Das 1. Buch Mose, das erste Buch der Bibel, lässt außerdem Gras und Fruchtbäume am dritten Tag wachsen und die Sonne am vierten machen. Maurice Bucaille, ein französischer Chirurg, verglich die beiden Bücher. Er argumentierte, dass sich ein Pflanzenreich vor der Sonne nicht mit dem vereinbaren lässt, was bekannt ist. Er argumentierte, dass der Koran keinen Irrtum dieser Art hat. Ein Abschreiber hätte sie abgeschrieben.
“denn der Welt Säulen sind des Herrn, und er hat den Erdboden darauf gesetzt.”
“Er bewegt die Erde aus ihrem Ort, dass ihre Pfeiler zittern.”
“Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.”
“Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.”
Ein französischer Chirurg vergleicht, was die Bibel und der Koran über die natürliche Welt sagen. Zu 1. Mose 1 argumentiert er, dass ein Pflanzenreich, das sich durch Samen fortpflanzt, nicht vor der Existenz der Sonne erschienen sein könne und dass die Reihenfolge der Genesis sich nicht mit gesichertem Wissen vereinbaren lasse. Er argumentiert, dass die Aussagen des Korans zu denselben Themen keine solchen Fehler enthalten.
Verse, die Kritiker anführen
Koran 16:15 — Sure An-Nahl, Vers 15
“Und Er hat auf der Erde festgegründete Berge gesetzt, daß sie nicht mit euch wanke, und Flüsse und Wege (geschaffen) - auf daß ihr rechtgeleitet werden möget”
Angeführt für
Kritiker sagen, der Koran behaupte, Berge verhinderten, dass die Erde bebt, und das sei falsch, weil es Erdbeben gibt.
Die Antwort
Das Arabische lautet an tamida bikum, von einer Wurzel, die schwanken oder kippen bedeutet. Die Erde wurde zu einem festen Ort zum Leben gemacht, nicht zu einem schlingernden Deck. Wenn der Koran ein Erdbeben meint, gebraucht er andere Wörter, radschfa und zilzal, und er beschreibt Erdbeben deutlich. Ein Baumeister, der ein Haus auf ein festes Fundament stellt, hat nicht versprochen, dass es nie ein Beben spüren wird.
Was daraus folgt — Der Vers spricht von einer festen Erde, nicht von einer Welt ohne Erdbeben, also gibt es keinen Irrtum.
Koran 41:9-12 — Sure Fussilat, Verse 9-12
“Sag: Wollt ihr denn wirklich denjenigen verleugnen, Der die Erde in zwei Tagen erschaffen hat, und Ihm andere als Seinesgleichen zur Seite stellen? Das ist der Herr der Weltenbewohner. Er hat in ihr festgegründete Berge gemacht, (die) über ihr (aufragen), und hat sie gesegnet und in ihr die Nahrung im rechten Maß in vier Tagen festgelegt, gleichmäßig für diejenigen, die danach fragen. Hierauf wandte Er sich dem Himmel zu, während er noch aus Rauch bestand, und sagte dann zu ihm und zur Erde: Kommt beide her, freiwillig oder widerwillig. Sie sagten: Wir kommen in Gehorsam. So führte Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen aus und gab jedem Himmel seine Aufgabe ein. Und Wir haben den untersten Himmel mit Lampen geschmückt, und auch als Schutz. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.”
Angeführt für
Auch der Koran macht die Erde und ihre Nahrung vor dem Himmel, also hat er dasselbe Problem wie das 1. Buch Mose.
Die Antwort
41:10 sagt, Gott (﷾) habe die Nahrung der Erde in vier Tagen festgelegt, das heißt ihren Unterhalt bestimmt und festgesetzt. Es sagt nicht, dass Pflanzen wuchsen. Wo der Koran sagt, das Wasser und die Weide der Erde seien tatsächlich hervorgebracht worden, stellt er das später (79:27-31). Das ist, nachdem der Himmel aufgebaut und seine Nacht und sein Tag gemacht waren. Die Ausleger (Gelehrte, die den Koran erklären) haben die Reihenfolge in 41:9-12 jahrhundertelang besprochen. Was der Koran nie sagt, ist, dass Gras und Fruchtbäume wuchsen, bevor es eine Sonne gab.
Was daraus folgt — Nirgends im Koran wachsen Pflanzen vor der Sonne; 79:27-31 stellt die Weide der Erde nach den Himmel und seine Nacht und seinen Tag.
Koran 18:86 — Sure Al-Kahf, Vers 86
“bis, als er den Ort des Sonnenuntergangs erreichte, er fand, daß sie in einer schlammigen Quelle unterging, und er fand bei ihr ein Volk. Wir sagten: O Du’l- Qarnain, entweder strafst du (sie), oder du behandelst sie mit Güte.”
Angeführt für
Kritiker sagen, der Koran lehre, dass die Sonne in einer schlammigen Quelle untergeht.
Die Antwort
Der Vers berichtet, was Dhul-Qarnain, ein Reisender, von dem der Koran erzählt, sah: „er fand, daß sie in einer schlammigen Quelle unterging“. Er berichtet, was ein Reisender am westlichen Meer sah, so wie jeder an einer Küste die Sonne ins Wasser sinken sieht. Derselbe Koran gibt der Sonne ihre eigene Umlaufbahn.
Was daraus folgt — Der Vers beschreibt, was ein Reisender sah, und an anderer Stelle gibt der Koran der Sonne eine Umlaufbahn.
Sichtweisen
Die islamische Sichtweise
Die Aussagen des Korans über die Natur sind Zeichen. Sie wurden dem Propheten (ﷺ) offenbart. Sie sagen bei vielen Themen zugleich Wahres und wiederholen keinen der hier genannten Irrtümer ihrer Zeit. Kein Mensch jener Zeit und jenes Ortes hätte das allein tun können.
Der Koran beschreibt die Stadien des Kindes. Es geht von einem gemischten Tropfen zu etwas, das sich anhängt, zu einem Klumpen, der wie gekaut aussieht, zu Knochen, mit Fleisch bekleidet.
Galen und die griechischen Ärzte lehrten eine zweihörnige Gebärmutter und ein Kind, das sich von Menstruationsblut ernährt. Der Koran wiederholt keines von beiden.
Der Koran nennt Berge Pfähle, und Berge haben tiefe Wurzeln. Diese Tatsache wurde erst im neunzehnten Jahrhundert gefunden.
Der Koran nennt die Wolken schwer und beschreibt das Wachsen einer Gewitterwolke ohne die Lehre des Aristoteles vom brennenden Dampf.
Die Bibel, aus derselben Gegend, spricht von der Erde, die auf Säulen gesetzt ist, die zittern.
Das 1. Buch Mose lässt Pflanzen am dritten Tag wachsen und die Sonne am vierten machen. Bucaille argumentierte, dass sich diese Reihenfolge nicht mit dem vereinbaren lässt, was bekannt ist, und dass der Koran keinen solchen Irrtum hat.
Ein Text, der bei mehreren Themen zugleich richtig liegt, kann kaum aus Glück stammen. Dasselbe gilt für einen Text, der frei ist von den hier genannten festen Irrtümern seiner Zeit. Ebenso wenig kann er von einem schriftunkundigen Mann im Arabien des siebten Jahrhunderts stammen.
Der Koran verheißt, dass Gott (﷾) Seine Zeichen im Universum und in den Menschen selbst zeigen wird. Das wird so weitergehen, bis klar ist, dass der Koran die Wahrheit ist.